Tag 1. – 24.06.2016

Für den 25. Juni waren wir in Rensing (Kellinghusen) auf der kirchlichen Hochzeit Kölner Freunde eingeladen. Für uns war dies ein willkommener Anlass, um die Familientauglichkeit eines Kastenwagens zu testen: Die Wahl fiel auf einen Mercedes Sprinter mit Westfalia James Cook Ausbau (zum Fahrzeug selber werde ich an anderer Stelle noch ein paar Zeilen schreiben). Die Hochzeit sollte am Samstag in der neuen Scheune des familieneigenen Bauernhofs stattfinden und so beschlossen wir, bereits am Freitag anzureisen. Für alle Camper (Zelt, Wohnwagen, Wohnmobil, …) stand eine große Wiese zur Verfügung. Start für uns war in Köln um etwa 14:00 Uhr. Im Vorfeld hatte ich den Wagen abgeholt und beladen. Bereits mit Campingbus ging es zu den beiden Kitas, die Kinder einladen.

Leider war die Fahrt schlichtweg eine Katastrophe und dies begann nahezu direkt hinter Köln. Wir können wirklich niemanden empfehlen die Strecke Köln, Hamburg, bzw. weiter nach Kellinghusen an einem Freitag Nachmittag zu versuchen. Die komplette Strecke bestand aus Stau und zähfließenden Verkehr und den schlimmsten Stau auf der A1 haben wir mit kleinem Umweg über die A31 sogar noch umfahren. Wir haben für knapp 470 km dennoch über 7,5 Stunden benötigt. Glücklicherweise haben die Kinder auf der Fahrt trotz all er Umstände toll mitgemacht, auch wenn es durchaus die ein oder andere Diskussion gab und wir einige kurze Stopps einlegen mussten.

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Bei Ankunft haben wir dann noch Glück gehabt, uns nicht festzufahren, denn die Einfahrt zur Wiese war dank dauerhaften Starkregens bereits mächtig in Mitleidenschaft gezogen. Dass wir dann mit dem Sprinter noch rein gefahren sind, hat der ganzen Sache wohl den Rest gegeben. Mein Gefühl sagte mir direkt, noch zwei – drei Autos und irgendwer bleibt stecken. Kurz darauf musste dann auch ein Trecker ran und die Einfahrt wurde gesperrt.

Auf der Wiese war das Gras etwa 15-20cm hoch und ebenfalls entsprechend nass. Ein fantastisches Fahrgefühl. Wir hatten allerdings noch ein ganz anderes Problem. Wir waren für die komplette Reise auf „Gutwetter“ eingestellt. Gummistiefel, Matschsachen oder ähnliches war nicht Bestandteil der Packliste gewesen. Ausschließlich Funktionsjacken und Halstücher gehörten zur verfügbaren Ausstattung. Eigentlich war gutes Wetter gemeldet gewesen, was sich schlagartig geändert hat. So hatte ich bereits beim Aussteigen nasse Hosenbeine und innerhalb kürzester Zeit auch durchweichte Schuhe und der Familie ging es nicht anders. Der Stimmung hat das aber nur bedingt einen Abbruch getan. Wir waren froh angekommen zu sein und ein Flensburger tat ein Übriges. Die Kinder mussten sich noch einige Zeit austoben und so wurde es verdammt spät.

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